Felder und WälderVon Sprossen und Kressen
Samen von Nahrungspflanzen in die Erde bringen, sie zur Pflanze gedeihen lassen und diese oder deren Früchte zum Verzehr ernten – so oder so ähnlich ist
der normale Ablauf bei Landwirten.
Wir besuchten zwei Unternehmen, die etwas ganz anderes aus Saatgut machen. Beide verwenden das gleiche Grundmaterial, aber was daraus entsteht,
ist völlig unterschiedlich. Und beide gelten als die Innovativsten, die auf dem Markt von Frischeprodukten in Europa derzeit zu finden sind. Angesiedelt sind sie in den Niederlanden, dem Land, das die meisten Erfahrungen im Bereich Gemüsekultivierung aufzuweisen hat. Zwar sind holländische Produkte meist nur Mittelmaß oder Massenware, aber Leuten wie Koppert Kress oder van den Plas müsste die niederländische Regierung eine Verdienstmedaille verleihen. Beide spornen durch ihre Arbeit Kollegen an, auch nach qualitativen Verbesserungen und Innovationen zu forschen. Zur Reputation niederländischer Agrarprodukte trägt das doch erheblich mehr bei, als jede Werbekampagne.
Die Sprösslinge der Sprossendynastie
Wir sind in der Nähe von Alkmaar. Hier produziert Theo van der Plas Sprossen. Unterstützt wird er von seinem Bruder Rob. Die beiden lustigen Burschen sehen
eigentlich eher so aus, als würden sie eine Kneipe in Amsterdam leiten, als das hochmodernste Sprossentreibhaus der Welt. Und ganz so falsch ist der Eindruck auch nicht. Theo wollte eigentlich Rockmusiker werden und spielte in einer Punkband, bevor er das Unternehmen vom Vater übernahm. Auch sein Bruder Rob ist Musiker und war als Designer für den Posten des Marketing- und PR-Managers des Unternehmens prädestiniert. (...)
Mehr über Kressen und Sprossen und Rezepte von Rainer Mitze finden Sie in Port Culinaire No. Two. Erhältlich hier, im guten Buchhandel (ISBN: 978-3-938173-35-0) oder im Abo.
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