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Heuschreckenkrebs, lat. Stomatopoda Spp.

Lebensraum

Heuschreckenkrebse (Stomatopoda) sind räuberische Schalentiere. Sie leben in Flachwasser-

gebieten tropischer und subtropischer Meere. Im Englischen werden Heuschreckenkrebse als Mantisshrimps bezeichnet. Dieser Name verweist auf ihre optische Ähnlichkeit zur Gottesanbeterin (Mantis).

 

Beschreibung

Es gibt eine Vielzahl verschiedener Arten von Heuschreckenkrebsen. Je nach Art erreichen sie eine Größe zwischen 2 und 70 cm. Sie sind entfernte Verwandte der Krabben und Garnelen. Bekannt sind sie für ihre aggressiven Jagdmethoden. Anatomisch ähneln Heuschreckenkrebse anderen Krebsarten. Ihr Körper teilt sich in den Brustpanzer und in das von einer Segmentschale umgebene Abdomen. Unter dem Hinterleib befinden sich die Laufbeine der Tiere. Auffälligstes Merkmal sind die mit scharfen Stacheln besetzten Fangbeine unter dem Brustpanzer. Das zweite Paar dieser Fangbeine ist besonders lang und unter dem Körper eingekrümmt. Es wird zum Schlagen und Fangen der Beute benutzt. Dabei schnellt das eingekrümmte Beinpaar mit einer Geschwindigkeit von 14 bis 23 Metern pro Sekunde in einem „Tritt“ nach vorne und zertrümmert die Schale von Schnecken und anderen Weichtieren, die die Hauptnahrungsquelle des Heuschreckenkrebses darstellen. Die Tritttechnik der Tiere beruht auf einem speziellen Federmecha nismus. Die Gegenspielerpaare der Muskeln in den Fangbeinen der Krebse funktionieren wie ein Katapult: haben sie die größtmögliche Kontraktion erreicht, werden sie losgelassen und die Beine schnellen von unten heraus nach vorne. Diese Bewegung läuft 50-mal schneller ab, als das menschliche Auge in der Lage ist, sie zu erfassen. Große Arten erreichen hierbei eine Durchschlag kraft, die einer Pistolenkugel des Kalibers 22 entspricht. Man unterscheidet zwei verschiedene Gattungen von Heuschreckenkrebsen: „Speerer“ und „Schmetterer“. Die Fangbeine der Speerer sind je nach Art mit einer Vielzahl von Dornen besetzt. Diese Tiere schlagen ihre Beute mit ausgestrecktem Fangbein und spießen sie mit Hilfe der Dornen auf. Die Fangbeine der Schmetterer haben die Form einer Keule. Sie verwenden im Gegen-

satz zu den Speerern ihr verdicktes Ellenbogengelenk nicht die Klaue zum Beutefang. Mit dem angewinkelten Fangbein durchschlagen die Schmetterer selbst dicken Schalen von Krebsen und Muscheln. Kulinarisches: In der Küche verwendet man den Heuschreckenkrebs wie Shrimps. Es sollte allerdings beim Kochen je nach Größe eine geringere Garzeit berechnet werden. Dank ihrer dünnwandigen Schale können die Schwänze leicht ausgebrochen werden. Die Fangbeine der Tiere enthalten keinen nennenswerten Fleischanteil.

 

Mehr über Krustentiere finden Sie auch im Buch Die See - Meeresfrüchte.

 


 
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